Eine Vision beschreibt den Zielzustand, also das künftige Gesamtbild, das angestrebt wird. Was also ist der Zielzustand, den wir als AUF anstreben?
Die Mission beschreibt den Beitrag, den eine Organisation oder eine Veranstaltung leisten will, um diesem Zielzustand näher zu kommen. Was ist der Beitrag von AUF zu diesem Zielzustand, und - noch detaillierter - was sollen Christliche Politik-Foren dazu leisten?
Beides, die Vision und der Beitrag von AUF, soll im Folgenden kurz umrissen werden. Ausführlichere Darstellungen sind durch Links erschlossen. Zum CPF finden Sie hier weitere Erläuterungen.
Sozialisten z.B. hängen einem Gleichheitsideal an. Sie arbeiten auf die Diktatur des Proletariats hin. Ihre Vision ist der sozialistische oder kommunistische Staat, in dem die absolute Macht von der sozialistischen bzw. kommunistischen Partei und speziell von deren Zentralkommittee ausgeht.
Moslems wollen das Haus des Friedens, Dar-as-Salam, bzw. die Weltherrschaft des Islam, Dar-al-Islam errichten. Wie das aussehen kann, können wir in "Gottesstaaten", wie in der "Islamischen Republik Iran", in Saudi-Arabien oder wie in Afghanistan während der Taliban-Herrschaft, beobachten. Ihre Vision ist ein Staat, in dem die Religionswächter des Islam die obersten Autoritäten bilden.
Beide politischen Ideologien, sowohl der Sozialismus wie der Islam, widersprechen Geist und Buchstaben des Grundgesetzes, weil sie eine andere, als die freiheitlich-demokratische Grundordnung anstreben, vgl. GG Artikel 18 und 20. Gleiches gilt - in Deutschland unbestritten - auch für die Ideologie des Nationalsozialismus, der die Herrschaft der eigenen Rasse/Nation über andere Rassen/Nationen als Vision hat. Die Macht soll von einem Führer ausgehen, dem bedingungslos Gehorsam zu leisten ist.
Woran denken Christen, wenn sie eine Vision einer pluralistischen Demokratie auf der Basis des Grundgesetzes entwerfen? Was ist die Vision von AUF?
Christen aller Konfessionen bekennen, z.B. im "Apostolischen Glaubensbekenntnis", den dreieinigen Gott der Bibel als ewigen, lebendigen, liebenden und gerechten Gott. Diesen Gott meint die Präambel des Grundgesetzes, vor dem sich staatliches Handeln verantworten muß.
Aus diesen beiden Grundlagen, der freiheitlich-demokratischen Grundordnung sowie der christlichen Weltanschauung, leitet sich die Politik von AUF ab. Näheres ist dem AUF-Grundsatzprogramm und den zusammengefassten Grundsätzen der AUF-Politik zu entnehmen.
Jede Form von Zwang zur Durchsetzung der christlichen Weltanschauung kann sich nicht auf die Bibel berufen. Im Gegenteil, die Feindesliebe ist Kernstück des Christentums, vgl. Neues Testament, Matthäus 5, insbesondere Vers 44.
Wer immer in Geschichte und Gegenwart Gewaltanwendung mit dem Christentum begründet hat oder begründet, befindet sich in diametralem Widerspruch zur Bibel. AUF strebt also in keiner Weise einen christlichen Gottesstaat an, in dem eine menschliche Gruppe, z.B. wie im Mittelalter der Papst oder die katholische Kirche, die oberste Autorität beansprucht. Der Souverän, von dem die Macht im Staat ausgeht, ist und bleibt in Deutschland das Volk, repräsentiert in der parlamentarischen Demokratie durch die staatlichen Organe Legislative, Executive und Jurisdiktion, die sich die staatliche Gewalt teilen.
Freiheit, Liebe, Freude, Gerechtigkeit, Respekt vor den Mitmenschen sind u.a. Kennzeichen des Christentums, vgl. 2. Kor. 3, 17: "Wo der Geist des Herrn (Christus) ist, da ist Freiheit". Eine Gesellschaft, die Christen anstreben, wird also z.B. durch Freiheit, Liebe, Freude, Gerechtigkeit und Respekt vor den Mitmenschen geprägt sein.
Wenn sich Deutschland als Nation in allen Lebensbereichen, somit nicht nur im Bereich der Politik, an den Zehn Geboten ausrichtet, dann ist schon viel von der AUF-Vision umgesetzt. ("Vision-Statement")
AUF wirkt gemäß Parteiengesetz "an der politischen Willensbildung mit" und "bildet zur Übernahme öffentlicher Verantwortung befähigte Bürger heran". ("Mission-Statement")
In Christlichen Politik-Foren bietet AUF die Plattform, um über Christliche Politik zu informieren, zu diskutieren und um die gesamte Breite christlich-politischer Gestaltungsvorschläge parteiübergreifend aufzuzeigen.
Das im September in Berlin gestaltete Christliche Politik-Forum findet in zeitlichem und inhaltlichem Zusammenhang mit dem "Marsch für das Leben" statt. Diese Veranstaltung hat deshalb ausdrücklich das Ziel, den vom Bundesverband Lebensrecht veranstalteten "Marsch für das Leben" und damit das Lebensrecht zu stärken, um so sterbendes, behindertes und ungeborenes Leben in Deutschland noch besser zu schützen.