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Themen

Das Christliche Politik-Forum in Berlin findet jedes Jahr im September in Verbindung mit dem Marsch für das Leben statt. Es wird vom Arbeitskreis "Lebensrecht und Familie" von AUF veranstaltet. Deshalb hat jedes CPF in Berlin die Themenschwerpunkte Lebensrecht und Familie.

Lebensrecht meint das uneingeschränkte Lebensrecht aller Menschen von der Zeugung bis zum natürlichen Tod. Besonders am Lebensanfang und am Lebensende unterliegt dieses Recht erstaunlicherweise heftigen Diskussionen und ist keineswegs gesichert.

Nach der Verschmelzung von Samen- und Eizelle enthält dieses Lebewesen alle Wesensmerkmale des Menschen. Keine der vorgeburtlichen Entwicklungsstufen führt von einem nicht-menschlichen zu einem menschlichen Wesen. Christen haben Ehrfurcht vor dem Leben, das der dreieinige Gott geschaffen hat und schafft. Sie enthalten sich aus ethischen Gründen aller Eingriffe in den Entstehungsprozess menschlichen Lebens. Andere Weltanschauungen kommen aufgrund anderer Wertentscheidungen zu anderen Beurteilungen und Handlungen auf diesem Gebiet. So besteht heute ein breiter gesellschaftlicher Konsens, allein in Deutschland ca. 1/7 der Kinder im Mutterleib zu töten. Aber auch bei Fragen z.B. der Präimplantationsdiagnostik und Verhütung gibt es ganz unterschiedliche Positionen. Diese sollen im Themenschwerpunkt Lebensrecht bearbeitet und beleuchtet werden.

Während die Abtreibungsthematik seit den 1970er Jahren mehrfach breit politisch debattiert wurde, befindet sich die breite gesellschaftliche Diskussion der Fragestellungen am Lebensende in Deutschland (im Unterschied z.B. zu den Niederlanden) noch eher in einem frühen Stadium. Die moderne Medizin führt auch am Lebensende zu vielfachen und schwer zu entscheidenden Fragen. Soll man ggf. entsprechend dem erklärten Willen des Sterbenden sein Leben aktiv verkürzen, ihn also zu Tode bringen, wenn die medizinische Diagnose keine Heilungschance mehr erwarten lässt? Soll man auf der anderen Seite alle Möglichkeiten der Intensiv-Medizin nutzen, um das Sterben hinauszuschieben? Wie soll man mit Wachkoma-Patienten umgehen? Welches Gewicht sollen, ggf. deutlich vor dem Sterben verfasste Patientenverfügungen haben? Wie wird kommerzieller Missbrauch verhindert oder zumindest weitgehend ausgeschlossen? Die Fragestellungen rund um das Lebensende bilden den zweiten Themenkreis unter der Überschrift Lebensrecht.

Schließlich behandeln wir hier Fragen, die Menschen mit Behinderungen betreffen. Wie kann ihnen ein weitgehend selbstbestimmtes, aber auch geschütztes Leben mit möglichst weitgehender gesellschaftlicher Teilhabe ermöglicht werden? Welche ethischen Leitlinien brauchen Betreuer und Einrichtungen, die sich um Menschen mit Behinderung kümmern? Wie soll mit ethischen Fragen, z.B. der Ausübung von Sexualität unter Behinderten umgegangen werden?

Der Schwerpunkt Familie behandelt alle Themen, die ins Ressort des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fallen.

Zusätzlich wählen wir jedes Jahr weitere Themen aus dem Gesamtspektrum der AUF-Programmatik.

In 2010 behandeln wir das Thema Transformation. Damit ist die positive Mitgestaltung unserer Gesellschaft und Politik auf der Basis der christlichen Weltanschauung gemeint.

Für 2011 gibt es Überlegungen, den Bereich Nahost-Politik zu beleuchten. Die Entscheidung darüber wird zu gegebener Zeit auf dieser Homepage veröffentlicht.